Anfangen

Stürzen Sie sich in die Welle des Tages.

Ist bei Ihnen in der Hitzewelle auch einiges liegen geblieben? Und wo soll man jetzt anfangen?

Es gibt immer mal wieder Zeiten, in denen wir nur noch Zeit für das Wichtigste und Dringendste haben – zum Beispiel weil ein großer Auftrag viel Zeit braucht oder die Familie, Hitze, Krankheit oder eine Baustelle. Manchmal kommt auch eine Stress-Zeit nach der anderen und alles, was man verschieben kann, wird verschoben. Danach kommt der Tag, an dem man feststellt, wie viele E-Mails liegen geblieben sind und seit wann man seine Buchführung schleifen gelassen hat. Was bleibt bei Ihnen in solchen Zeiten liegen?

Alter vor Schönheit?

Vielleicht drückt Sie jetzt auch das schlechte Gewissen und Sie lassen alles aktuelle liegen, um endlich die am längsten liegengebliebene Aufgabe zu erledigen. Ist das sinnvoll? Nein, denn für das aktuelle brauchen Sie oft weniger Zeit. Bei liegengebliebenen Aufgaben brauchen Sie oft ein wenig Zeit, um sich zu erinnern, worum es dabei ging. Dabei ist es oft unerheblich ob etwas ein 2 oder 6 Wochen liegt. Also lassen Sie eine alte Aufgabe lieber noch ein paar Tage länger liegen, um eine aktuelle gleich zu erledigen, statt diese nun auch wieder erst nächste Woche zu erledigen.

Einfach anfangen

Mein Tipp in solchen Situationen: Springen Sie einfach in den Tag hinein und erledigen Sie das was heute dran ist. Füllen Sie nicht die große Lücke in Ihrer Buchführung, sondern starten Sie heute mit Ihren Aus- oder Eingaben, als wäre sie bis gestern aktuell. Beantworten Sie alle E-Mails von heute (oder von dieser Woche).

So wächst der Berg nicht weiter an und das ist schon ein Erfolg. Im nächsten Schritt können Sie ihn abtragen. Stück für Stück und nicht alles auf einmal.

Wenn Sie ab heute alle aktuellen to-dos erledigen und zwei Mal in der Woche ein altes, erledigen Sie im Jahr über 100 alte Aufgaben (denn einiges hat sich schon selbst erledigt).

Betonen statt suchen

ein Eichörnchen beim Suchen - so fühle ich mich auch oft bei BriefenZuletzt bekam ich (mal wieder) eine Rechnung, bei der ich mir alles, was ich wissen wollte, mühsam zusammen suchen musste. „Bei Überweisung des Rechnungbetrages geben Sie bitte die Rechnungsnummer an.“ Diese stand wenigstens gut deutlich auf der ersten Seite. Die Kontoverbindung fand ich dagegen in winziger Schrift in der Fußzeile.

Ein Brief ist kein Suchspiel

Anders als bei einem privaten Brief, den ich in Ruhe von oben nach unten lese, ist ein geschäftlicher Brief (oder E-Mail) meist eine Handlungsaufforderung: Ich soll etwas bezahlen, ich soll mich zurückmelden, ich soll zu einem Termin kommen oder eine bestimmte Frage beantworten oder was auch immer. Genau das, worum es geht, sollte so deutlich sein, dass es nicht untergehen kann.

Die wirklich wichtigen Informationen dürfen dabei gerne wiederholt werden. So hat eine Rechnungsnummer natürlich ihren berechtigten Platz im Briefkopf der Rechnung. Wenn ich die Summe übweise, ist es aber schön, alle Informationen beieinander zu haben, wie bei einem altmodischen Überweisungsvordruck.  Es geht natürlich auch eleganter:

„Bitte überweisen Sie die xx,xx Euro an das Konto

IBAN: DE12 3456 7890 1234 etc.

mit dem Verwendungszweck: Rgnr 1234

bis zum xx.xx.2018“

Das kann man als Empfänger der Rechnung einfach schön erledigen.

Worum geht es

Nicht nur Rechnungen sind Handlungsaufforderungen. Wenn Sie zum Beispiel zu einer Veranstaltung einladen, dann prüft der Empfänger, oft noch während der Überlegung, ob das interessant sein könnte, ob er/sie denn da überhaupt Zeit hat. Das „Wann“ ist daher eine der wichtigsten Informationen. Die darf gerne in der Betreffzeile und im Text auftauchen, auch gerne fettgedruckt.

Wenn Sie eine konkrete Frage haben, zum Beispiel weil jemanden um seine/ihre Meinung zu etwas bitten oder sich eine Entscheidung wünschen, wiederholen Sie diese Frage zum Ende des Briefes (bzw. E-Mail). Sonst geht es eventuell in den Details unter und hier, am Ende des Textes, entscheidet sich der Leser, was als nächstes damit zu tun ist (Ablage oder to-do und wenn to do, was ist dann zu tun).

Also, scheuen Sie keine Wiederholung, wenn es um die wichtigen Informationen geht und das sind die, die die nächste Handlung betreffen.