Backoffice kann man lernen

„Ich kann das einfach nicht.“ Das höre ich immer wieder, ob es um Ablage und Buchführung geht, darum Ordnung zu halten oder Computer-Arbeit überhaupt.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Sie können das.

Letztes Jahr wollte mein Enkel, von jedem, der zu Besuch kam, einen Vogel gemalt bekommen. Lachend wollte ich das mit einem „Ich kann das nicht.“ ablehnen, aber können Sie sich die großen erwartungsvollen Augen eines Kleinkindes vorstellen? Ich dachte an die Vögel in Bilderbüchern und stellte fest: Ich kann das wirklich nicht, aber mein Enkel erkannte es sofort als Vogel und war sehr glücklich darüber.

Wahrscheinlich haben Sie Ihr Backoffice nie so im Griff, wie eine erfahrene Chefsekretärin – sonst wären Sie Chefsekretärin. Das heißt aber nicht, dass Sie es gar nicht können.

Sie können anfangen, lernen, besser werden.

Anfangen

Der erste Schritt ist der schwerste, aber auch der, der einen am weitesten voranbringt. Vielen Menschen helfe ich, indem ich die ersten Schritt mit ihnen gemeinsam gehe. Wir schauen uns an, was ist: Wie sieht der Büroplatz aus? Was sind die größten Probleme? Was stört am meisten? Was funktioniert schon? Und dann suchen wir uns einen Bereich aus, mit dem wir gemeinsam anfangen. Das muss nicht das sich ausbreitende Chaos sein. Wenn jemand sehr gestresst ist, weil er/sie immer Angst hat einen Termin übersehen zu haben. Dann stopfen wir alles auf dem Schreibtisch liegende Papier erst mal in eine Tüte und setzen uns an den Kalender, damit dort verlässlich alles steht, was gebraucht wird.

Es ist egal, womit Sie anfangen, wenn Sie danach weitermachen und sich Stück für Stück Ihre Backoffice erobern.

Lernen

Keine Sekretärin kam mit ihrem Wissen auf die Welt. Das braucht es auch nicht. Wir haben ja ein ganzes Leben Zeit zum Lernen. Alles was ich heute kann, habe ich gelernt. Ich habe viel gelesen, mir angeschaut, ausprobiert und angepasst.

Die Vogel-Zeichen-Phase meines Enkels ging eine Weile und bei einem Besuch war ich mit einem Vogel noch nicht entlassen. Ich hatte also Zeit mich auszuprobieren und besser zu werden – und das unter sehr wohlwollenden Augen. Er erwartete keine perfekten Vögel. Er war einfach glücklich, wenn er zusehen konnte, wie aus Strichen auf Papier ein Bild entstand.

Uns Erwachsenen fällt dieser wohlwollende Blick oft schwer. Wir wollen nicht lernen, wir wollen es gleich können. Wir sehen, was noch nicht so ist, wie es sein soll.

Sie haben schon angefangen. Sie haben auf diesen Blog geklickt und angefangen zu lesen. Womit wollen Sie anfangen?

Links sehen Sie die Kategorien, zu denen Sie hier Hilfestellungen finden und ganz unten auf der Seite stehen die Schlagworte über die Sie bestimmte Themen finden können.

Oder Sie rufen mich an und wir gehen gemeinsam die ersten Schritte.

Auch damit werden Sie wahrscheinlich keine Chefsekretärin, aber Sie werden Ihr Backoffice in den Griff bekommen und das reicht auch.

 

PS: Ich bin auch keine Illustratorin geworden, aber mit meinen Enkeln kann ich alles malen, was wir brauchen.

 

 

Mein bestes Jahr Camp 2018 – so war’s

Am 2. März habe ich mich ganz entspannt auf den Weg nach Wiesbaden zum „Mein bestes Jahr Camp 2018“ gemacht, bis ich gemerkt habe, dass mein Zug nicht so fährt wie gedacht. Aber 1. Klasse durch Rheintal ist dann doch ganz schön und ich bin auch fast noch rechtzeitig angekommen. Es war gleich von Anfang an eine schöne Athmosphäre im Raum mit den vielen tollen Frauen und alle gespannt, was wohl kommen wird.

Für mich war am schönsten, dass ich viele Frauen persönlich kennen gelernt habe. Die meisten kannte ich bisher online, aber 3D und in Farbe ist doch schöner. Und schön ist es auch, wenn man sich endlich einmal wiedersieht. Hier nur ein paar Beispiele, wunderbar forografiert von Sabine Kristan:

Sussane Pilokat-Tangen und Nicole Frenken

Katrin Linzbach

Shailia Stephens-Würsig

Marit Alke

Eigentlich kann man gar nicht beschreiben, was bei einem BarCamp passiert. Am besten gefällt mir die Erklärung von Katrin Linz: Ein BarCamp ist eine große Kaffeepause. Man spricht mit einzelnen oder in kleinen Gruppen, macht mit bei Workshops und Diskussionen oder hört einen Vortrag. Es ist wusselig und chaotisch, erfrischend und inspirierend und man hat am Ende das Gefühl, alle schon lange zu kennen. Ich nehme viele Anregungen mit, habe wichtige Informationen bekommen, Menschen kennen gelernt und fantastische, übervolle zwei Tage in Wiesbaden verbracht. Ich freue mich, dass ich dabei war.

Und so sahen wir am Samstag beim Gruppenfoto aus:

von Sabine Kristan FOTOGRAFIE

Am Ende  noch eine gute Nachricht:
Mein bestes Jahr Camp 2019
15. & 16. Februar 2019 in Wiesbaden