Das Kleingedruckte

Sei mal ehrlich. Wann hast Du zuletzt die AGB auf der Rückseite der Rechnung oder im Internet vor eine Bestellung gelesen?

Ich nehme mal an, da geht es Dir wie mir. Ich lese sie nicht. Erstens sind sie meist so klein geschrieben, dass man sie kaum mit bloßem Auge lesen kann. Und zweitens handelt es sich dabei um rechtsichere Texte und die sind in der Regel für Nichtjuristen auch noch nahezu unverständlich.

Bei der Frage, ob man sie wirklich braucht, scheiden sich die Geister. Es kommt sicher darauf an, womit Du Dein Geld verdienst und welche rechtlichen Fallstricke es dabei gibt.

Wenn das für Dich ein Thema ist, kann ich Dir einen gut zusammengestellten Artikel von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main empfehlen.

Marktstand

Wenn Du danach zu dem Schluss kommst, dass Du AGB brauchst, dann lass sie unbedingt von einer Fachjuristin formulieren oder zumindest gegenlesen. Und danach teste, ob Deine Kund*innen das auch verstehen. Also bitte Freunde und Bekannte sie auch zu lesen und Dir ein Feedback zu geben. Und erst wenn die rechtliche und die verständliche Seite geprüft und für gut befunden sind – dann hast Du die richtigen AGB.

Und die müssen nun auch noch veröffentlicht werden. Egal ob sie nun gedruckt oder im Internet veröffentlicht oder beides werden, achte darauf, dass sie gut lesbar sind. Die Schrift sollte mindestens so groß wie bei Zeitungartikeln sein. Hilfreich ist eine Unterteilung nach den verschiedenen Themen mit der entsprechenden Überschrift. Dann findet man beim Lesen gleich das Thema, das man sucht.

Ganz allgemein formuliert: Erwecke nicht den Eindruck, als hättest Du etwas zu verbergen oder wolltest Deine Kund*innen übervorteilen. Wenn Du bei Deinen Vertragsabschlüssen ein persönliches Gespräch führst, dann kannst Du die AGB auch ansprechen und erläutern, warum sie Vertragsbestandteil sind.

Das Kleingedruckte ist nicht da, um den Kund*innen den Krieg zu erklären oder allen etwas Böses zu unterstellen. Es soll lediglich für klare Regeln in der Geschäftsbeziehung sorgen.

PS.: Nicht immer ist ein Vertragsabschluss so einfach wie auf dem Bild von pexels.

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