Wie du schon gemerkt hast, geht es bei mir gerade um die mehr oder weniger problematischen Aspekte des Selbstständigseins. Da es so ganz anders ist, als das Angestelltsein, das die meisten ja von vor der Selbstständigkeit kennen, hat es seine eigenen Tücken.

Herzensbusiness macht auch Arbeit

Sicher kennst du den Satz: mach dich mit deinem Herzensbusiness selbstständig und du brauchst nie mehr zu arbeiten – so oder so ähnlich. Für mich ist das ein bisschen arg viel rosa Brille. Denn auch in meinem Herzensbusiness gibt es viele Arbeiten, die gemacht werden müssen – und bei denen ich nicht laut HURRA schreie.

Dabei ist es keine Frage, ich liebe mein Business von ganzem Herzen. Und gerade das ist die Falle, in die ich immer wieder tappe. Weil ich mein Business so liebe, macht es mir nichts aus, am Abend, am Sonntag und auch während des Urlaubs ein bisschen zu arbeiten. Und sei es auch nur mal kurz Nachrichten checken oder eben mal schnell eine E-Mail beantworten.

Egal wie dein Urlaubskoffer aussieht, die Arbeit sollte draußen bleiben.

Dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden. Nur wenn sich Freizeit nicht mehr nach Freizeit anfühlt und der Urlaub nicht mehr die Erholungsphase ist, dann wird es kritisch. Und oft ist der Weg zum Burnout dann auch nicht mehr weit.

Egal wie dein Urlaubskoffer aussieht, die Arbeit sollte draußen bleiben. Und genauso wichtig ist es auch im Alltag zwischen Arbeit und Freizeit klar zu trennen.

Arbeit und Freizeit trennen

Also, was hilft, diese eindeutige Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen? Da helfen klare Absprachen mit dir selbst und/oder deiner Familie. Oder Rituale, die die helfen entweder ganz bei der Arbeit bzw. ganz in der Freizeit zu sein. Bei der einen sind das klare zeitliche Absprachen wie z. B. „Ich arbeite nicht mehr nach 18:00 Uhr“. Bei dem anderen muss es flexibler sein. Aber eines sollte für dich immer ganz klar sein. Jetzt arbeite ich und jetzt habe ich Freizeit. Wie du beides voneinander abgrenzt, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass du es tust. Es muss also etwas geben, was dir den jeweiligen Status ganz klar signalisiert.

Dann kannst du mit ganzen Herzen in und an deinem Business arbeiten und genauso mit ganzem Herzen deine Freizeit genießen, private Sachen machen (die vielleicht auch kein Vergnügen sind) oder einfach entspannen. Das gelingt wahrscheinlich nicht immer perfekt, aber das muss es auch nicht. Hauptsache, es klappt so oft, dass sich deine Freizeit nicht mehr wie Arbeitszeit anfühlt.

PS.: Den Urlaubskoffer hat Steve Buissinne fotografiert, vielen Dank dafür.

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