Schon im letzten Beitrag ging es um einen wichtigen Unterschied zwischen selbstständig und angestellt sein. Man muss sich als Selbstständige einfach um viel mehr kümmern. Und natürlich willst du das alles richtig und gut machen.

Aber was ist richtig und gut?

Bei Kund*innen, die über den vielen Papierkram, egal ob analog oder digital, klagen, stelle ich immer wieder fest, dass sie überorganisiert sind.

Sie haben sich hier und dort Anregungen fürs Backoffice zusammengesucht und noch ein paar wohlmeinende Ratschläge von der Steuerberatung bekommen. Daraus haben sie sich ihr Backoffice gebastelt. Und nun hat es keine Struktur und keine Routinen, von Corporate Identity ganz zu schweigen. Es gibt keine Routinen für Aufgaben und deshalb auch keine Disziplin. Je größer das Business wurde, desto größer wurde auch dieser Papierkram, bis es einfach nicht mehr zu schaffen war.

Backoffice erledigen

Sie haben ihr Business und damit auch ihr Einkommen limitiert, weil der Tag halt mal nur 24 Stunden hat und sie, wenn das Business noch größer würde, ja noch viel mehr machen müssten.

Da kann ich dann ganz entscheidend eingreifen – aber nicht, indem ich die Arbeit erledige. Wir schauen uns gemeinsam an, was alles gar nicht erforderlich ist und wie man das Erforderliche vereinfacht. Ziel ist ein minimaler Aufwand. Dann kannst du dein Backoffice erledigen, ohne in Stress zu kommen.

Dieser Aufwand wird dann mit Routinen strukturiert. Ich weiß, das kling nicht supersexy und manche schalten beim Begriff „Routine“ sofort ab. Aber im Backoffice sind sie außerordentlich hilfreich. Außerdem werden gleiche Tätigkeiten gebündelt und nacheinander abgearbeitet.

Dazu ein kleines Beispiel: Ich schaue nur einmal in der Woche auf mein Bankkonto. zuerst schaue ich welche Rechnungen beglichen wurden und trage das in die Rechnungsliste ein und dann erledige ich die alle anstehenden Überweisungen und versehe sie mit einem Zahlungstermin. Es gibt eigentlich keine Rechnung, die nicht 4 Tage in meinem Banksammler schlummern könnte. Ratzfatz kann ich so ziemlich viel Geld ausgeben. Und es dauert nicht so viel länger, wie wenn ich das jeden Tag mache.

Am Anfang brauch es Disziplin, aber schnell wird es zur Routine. Und ich glaube nicht, dass du jeden Morgen vorm Spiegel stehst und dir überlegst, ob du nun deine Zähne putzen sollst und wenn ja in welcher Reihenfolge. Genauso selbstverständlich werden mit etwas Zeit auch die Routinen im Backoffice und du hast weniger Stress und mehr Zeit. Dein Business kann dann auch um einiges wachsen.

PS.: Schneckenkaktus hat alle Aufgaben erledigt. Vielen Dank für das Foto davon.

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