Schlecht-Wetter-System

eine typische Aussicht im WinterIch hätte Ihnen gerne schon im Januar ein frohes neues Jahr gewünscht. Ich hätte auch gerne inzwischen die im Dezember angesprochene Geschichte meiner Arbeit erzählt, aber dann kam alles etwas anders. Unser Leben und auch unsere Arbeit ist nicht immer so planbar, wie wir es gerne hätten. Das Gute daran: Ich konnte prüfen, ob es sich bei meiner Arbeitsorganisation um ein Schlecht-Wetter-System handelt.

Schlecht-Wetter-System

Eine gute Arbeitsorganisation ist ein Schlecht-Wetter-System. Das heißt, sie funktionieren auch, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert. Eine gute Ordnung auf Ihrem Schreibtisch ermöglicht Ihnen auch dann noch schnell was abzulegen oder zu finden, wenn Sie länger keine Zeit zum Aufräumen hatten. Eine gute to-do-Liste ermöglicht Ihnen auch dann noch einen schnellen Überblick, wenn ein überraschend großer Auftrag alle kleinen Dinge verschiebt. Ein guter Kalender ist auch dann noch eine Unterstützung, wenn Sie 3 Wochen krank sind.

Manche Vorschläge, wie man seine Arbeit organisieren soll, sind Schön-Wetter-Systeme. Sie funktionieren, so lange Sie funktionieren. Schon ein Tag, der nicht so läuft, wie er soll, kann das ganze System zum Einsturz bringen. Anstatt schnell einen Überblick zu haben, um das wichtigste und dringendste zu erledigen, brauchen Sie Zeit, um Ihr System wieder in Ordnung zu bringen.

Und wie ist das bei Ihnen? Funktioniert Ihr System auch noch in Schlecht-Wetter-Zeiten?

Wenn nicht, gilt es das zu ändern, was oft heißt: es einfacher zu machen. Wenige klare Strukturen können mehr Chaos vertragen.

Die Basis meines Schlecht-Wetter-Systems

1. Die Ablage „Eingang“

Eine Ablage (in welcher Form auch immer), in der alles neue abgelegt werden kann – von ankommender Post, bis zu dem Inhalt meiner Tasche nach einer Weiterbildung oder auch einfach mal alles, was gerade auf dem Schreibtisch liegt. Hier kommt alles rein, bis Zeit ist, es anzuschauen.

2. Inbox Zero

Die Eingangsablage und der E-Mail-Posteingang sind keine Lagerplätze für aktuelle Projekte und zu erledigende Aufgaben. Dafür gibt es andere Ordner und Orte. So weiß ich, dass alles was im Posteingang ist neue Sachen sind, die keine alten Aufgaben und Projekte verdecken. (In Schlecht-Wetter-Zeiten ist der Posteingang natürlich nicht leer, aber es befinden sich darunter keine alten Sachen. Das ist der große Vorteil für den Tag, an dem ich wieder etwas aufarbeiten kann.)

Einen Blogartikel über Inbox-Zero finden Sie hier.

3. Eine übersichtliche Projektliste

Das wichtigste an einer übersichtlichen to-do-Liste ist, dass einerseits alles darin zu finden ist, andererseits sie einen schnellen Überblick ermöglicht. So können Sie jederzeit schnell entscheiden, was jetzt wichtig ist und als nächstes erledigt wird. Unübersichtlich wird es oft, weil Dinge mit aufgelistet sind, die man gerne erledigt haben möchte, die aber auch noch warten könnten. Aufgaben, die auf einer Vielleicht/Irgendwann-Liste gut aufgehoben sind, solange Sie diese regelmäßig anschauen.

Einen Blogartikel über eine Projektliste als Mindmap finden Sie hier.

4. Der saubere Kalender

In meinem Kalender stehen Termine und Deadlines. Wenn ich mal eine Aufgabe hineinschreibe, ist sie klar von den „echten“ Terminen zu unterscheiden. So sehe ich schnell, wen ich anrufen muss, wenn sich zum Beispiel wegen Krankheit etwas verschiebt.

Das ist die Basis meines Arbeitssystems, die mich auch in dem turbulenten Januar gut unterstützt haben. Wenn Sie das nächste Mal turbulente Zeiten erleben, testen Sie danach doch mal, wie robust Ihr System ist.

Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne machen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

80 + = 90