Vom Schuhkarton zum Ordner

Bezahlen Sie Ihren Steuerberater dafür, Ihre Belege aus dem Schuhkarton zu klauben und einzuheften?

Dieses Geld können Sie sparen, bzw. für andere Dinge ausgeben. Die Arbeit sieht mühsamer und langweiliger aus, als sie ist.

Schnappen Sie sich Ihren Karton/Schublade/ oder wo auch immer Sie während des Jahres Ihre Belege sammeln, legen Sie einen Ordner, einen Locher, weißes Papier und Klebestreifen bereit. Dann geht es los: Jeder Beleg wird gelocht und chronologisch sortiert eingeheftet. Kleine Belege können Sie auf ein DIN-A4-Blatt kleben und ebenfalls einheften. Fangen Sie einfach mit dem Papier an, das oben liegt, das nächste kommt entweder davor oder dahinter und so sortiert sich das ganze Jahr fast von selbst. Wenn Sie dabei schöne Musik auflegen ist das eine entspannte einfache Arbeit und Ihr Steuerberater kann sich auf seine/ihre eigentliche Arbeit konzentrieren.

Ungeduldiges Papier

Papier ist leider nicht so geduldig, wie es das Sprichwort vermuten lässt – zumindest nicht jedes Papier. Belege auf Thermopapier sind nicht so lange lesbar, wie Sie diese aufbewahren müssen. Da hilft nichts. Wenn Sie bei einer Steuerprüfung alle Belege vorlegen wollen, müssen Sie alle Belege auf Thermopapier kopieren.

Wenn Sie jetzt Ihre Spürnase in die eigene Buchhaltung stecken, um schon mal alles zu prüfen (https://bueroserviceih.de/blog/sherlock-in-eigener-sache/), dann können Sie auch gleich alle Thermobelege kopieren, bzw. darauf achten, ob Sie zu jedem eine Kopie auf normalem Papier haben.

Sherlock in eigener Sache

Es geht auf das Jahresende zu und damit auf den Jahresabschluss. Wenn Sie jetzt schon mal einen tieferen Blick in Ihre bisherige Buchprüfung werfen, haben Sie zum Jahreswechsel vieles schon erledigt.

Dabei sollten Sie zunächst einen Blick auf Ihre Belege werfen. Wenn Sie jetzt Unstimmigkeiten finden, lässt sich das noch leicht klären.

Achten Sie darauf, ob auf jedem Beleg alles notwendige aufgeführt ist:

  • Datum?
  • Aussteller?
  • Empfänger?
  • Mehrwertsteuer: Wie viel Prozent und welcher Betrag?
  • Und, nicht zu vergessen: Worum geht es?

Bei allen Belegen von über 150 € brauchen Sie alles detaillierte. Bei kleineren Beträgen reicht zum Beispiel wenn der Name des Empfängers aufgeführt ist, bei großen muss die vollständige Adresse auf dem Beleg zu finden sein.