Packen wir’s an …

spring-733542_640Endlich ist Frühling und damit eine gute Gelegenheit für einen Frühjahrsputz in der Projektliste.

(Schreiben Sie noch to-do-Listen statt Projektlisten – schauen Sie hier mal rein.)

Zuerst gehen wir noch einen Schritt zurück und machen den Kopf leer: Schwirren da noch irgendwelche Dinge herum, die Sie tun wollen/sollen/müssen und die nicht in der Projektliste stehen? Dann schreiben Sie sie auf. Alle. Wirklich alle.

(Der große Vorteil davon, Sie wissen, dass nichts verloren geht. Sie müssen sich nichts merken, nichts im Hinterkopf behalten und können, wenn Sie ein Eis in der Sonne genießen, ganz bei Eis und Sonne sein.)

Jetzt ist die Liste noch viel länger als vorher? Gut so, dann kommt jetzt Hacke und Schaufel und es wird pikiert und Unkraut gerupft.

Gehen Sie Ihre gesamte Liste durch:

  • Wollen Sie das jetzt in nächster Zeit tun (dann suchen Sie nach einem Zeitfenster dafür) oder ist es eher ein Fall für die Kategorie „Vielleicht/Irgendwann“.
  • Manches hat sich vielleicht auch schon erledigt oder ist, wenn es einmal konkret vor Ihnen steht, in drei Minuten zu erledigen. Dann erledigen Sie es.

Vielleicht finden Sie jetzt auch den Schwung/Mut oder was Sie brauchen, um manche alte Aufgabe endlich anzugehen. Auf geht’s, packen wir’s an!

Das Ende der To-Do-Listen

Schreiben Sie auch gerne To-Do-Listen?

Wie wäre es statt dessen mit Projekt-Listen?

Was der Unterschied ist:

Auf einer To-Do-Liste schreibt man üblicherweise alles, was man tun will/muss. Dabei spukt uns ständig im Kopf herum, dass diese Liste leer werden muss und wir dann Zeit für schöne Dinge hätten. Wie Schulkinder, die spielen dürfen, wenn sie ihre Hausaufgaben erledigt haben. Das Problem dabei: Die Liste wird nicht leer.

Wir werden nie fertig, weil ständig etwas neues dazu kommt oder wir etwas entdecken, was zwar bisher nicht darauf stand, aber auch erledigt werden sollte. Wir sind eben nicht mehr in der Schule mit sehr überschaubaren Aufgaben.

Wie bei allen Hilfsmitteln gilt auch für To-Do-Listen: sie sollen helfen und uns nicht belasten.

Projekt-Listen sind anders. Auf eine Projekt-Liste kommt alles, was Sie machen wollen/sollen/müssen. Nicht nur jetzt, sondern wirklich ALLES. Alles, was in Ihrem Kopf herumschwirrt (und Sie immer wieder ablenkt).

Wenn Sie diese Liste haben, die wahrscheinlich recht lang ist, hilft sie noch nicht wirklich. Dazu braucht es den zweiten Schritt: Sortieren!

Am einfachsten geht das mit einer Mindmap. Ich benutze dafür gerne das Programm XMind. Alle Punkte auf der Liste werden erst Mal auf einen freien Tisch geschüttet (Sie können das auch physisch an einem großen Tisch machen). Dann ergeben sich wie von selbst Kategorien. Eine ganz wichtige möchte ich Ihnen schon mitgeben: Vielleicht/Irgendwann

Hier kommt jede Reise hinein, die Sie irgendwann einmal machen wollen, alles, was Sie irgendwann mal gerne lernen würden, Bücher, die Sie lesen wollen etc.

Der Effekt: Sie haben keine Liste mehr, die Sie einfach nur schnell leeren wollen. Was wäre das für ein Leben, in dem es nichts mehr gibt, für diese Liste? Die Liste wird Teil Ihres Lebens und ganz nebenbei entsteht eine gute Übersicht, so dass Sie immer schnell erkennen, was als nächstes ansteht.

Sie müssen dafür nicht direkt in der Liste Prioritäten vergeben, sortieren Sie lieber nach den Orten, die zu den Dingen gehören (zum Beispiel „am Computer“, „im Garten“, „offline im Büro“, etc.). Prioritäten ergeben sich ständig neu, aber Orte bleiben und Sie können schnell das erkennen, was jetzt wichtig und dringend ist und gut zu Ort und Zeit passt.streaming The Shack

Probieren Sie es einfach mal aus.

Hier ein Beispiel für so eine Mindmap-Projektliste (bei der einige Bereiche nicht ausgeklappt sind).

Hier ein Beispiel für so eine Mindmap-Projektliste (bei der einige Bereiche nicht ausgeklappt sind).